Fragen und Antworten

FAQ

Lakritz besteht üblicherweise aus folgenden Zutaten: Zucker, Stärke, Glucosesirup, Geliermittel, Süßholzextrakt, Mehl, Salz, je nach Geschmack auch Salmiaksalz, Aromen, Glanzmittel: Anisöl oder Bienenwachs, Farbstoff: pflanzlicher Kohlenstoff, bei buntem Lakritz weitere Lebensmittelfarbstoffe. Geliermittel können sein: Gummi Arabicum, AgarAgar, Gelatine.
Wie und wann es vom schwarzen Gold zu der geschätzten Süßigkeit wurde, ist nicht ganz fest zumachen. Legenden ranken sich um die Familie Dunhill, Süßholzbauern in Pontefract in Yorckshire, England. Sie boten die Wurzel und, diese ausgekocht, Lakritzlaibe auf dem Markt an. Bei der Zubereitung des "Pane Liquirizia" soll ein Zuckertopf in den Teig entglitten sein, ein neuer Geschmack entstand. Seit 1760 wird Dunhill die Entwicklung vom "Apothekerlakritz" zur leckeren schwarzen Süßigkeit zugeschrieben.

Der heutige Stand des Wissens bestätigt die beruhigende Wirkung auf Hals und Magen. Achtung:Glycyrrhizin, der Wirkstoff des Süßholzes, regt den Kreislauf an, weshalb der Konsum des reinen naturherben Lakritzextraktes nur in kleinen Mengen (5g/Tag) empfohlen wird.

Glycyrrhizin entzieht dem Körper bei übermäßigem Verzehr Kalium, bei der Behandlung von Herpesviren spielt Lakritz nach neuesten Erkenntnissen dagegen eine positive Rolle.

Gummi Arabicum ist der harzige Pflanzensaft einiger Akazienbaumarten und damit ein pflanzliches Geliermittel. Das Harz aus dem Sudan wird häufig in der Süßwarenherstellung verwendet. Gummi Arabicum besteht aus Einfachzucker. Zur Gewinnung des Harzes wird der Stamm des Akazienbaums eingeritzt, das austretende Harz abgenommen, gereinigt und zur Verwendung in der Lebensmittel - und Süßwarenherstellung aufbereitet.
Salmiaksalz ist seit der Antike als Steinsalz bekannt. Das in den Salmiaklakritzen verwendete, ist ein künstlich hergestelltes Ammoniumchlorid. "Lakritz für Erwachsene" hat einen Anteil an Ammoniumchlorid zwischen 2% bis 7,99%. Ein hoher Salz- und/oder Salmiakkonsum kann den Blutdruck hochtreiben. Zusammen mit dem kreislaufanregenden Glycerrhicin der Süßholzwurzel ist es daher für die Kleinen nur sehr dosiert geeignet.
Gluten, auch Klebereiweiß, ist ein Getreideeiweiß und für die Backeigenschaften eines Mehls entscheidend. Glutenfrei sind Getreidearten und deren Mehle aus Mais, Buchweizen, Reis, Hirse und Kartoffeln. 
Gelatine ist ein hochwertiges Protein, das kalorien- und fettarm, cholesterin- und zuckerfrei ist. Gelatine hat kaum allergenes Potential und enthält 18 Aminosäuren, davon 9 der 10 essentiellen. Aufgrund ihrer guten Geliereigenschaften wird sie u.a. eingesetzt in der Lebensmittel- und Süßwarenherstellung, bei der Tablettenproduktion und in der Fotopapierindustrie. Gelatine besteht zum Großteil aus Schweineschwarten und - knochen, die aus registrierten Schlachthöfen stammen und in dem Herstellungsprozeß mehrfach hochtemperaturig aufgekocht und gereinigt werden. 
 Lakritz wird in Teilen Deutschlands und der Schweiz sowie in Südtirol auch als Bärendreck bezeichnet.

Der Inhaltsstoff Glycyrrhizin, der dem Lakritz seinen charakteristischen Geschmack verleiht, kommt natürlich in der Süssholzwurzel (Liquiritiae radix) vor. Die Süssholzwurzel gilt als Heilpflanze und stammt vorwiegend aus Asien und dem Mittelmeeraum. Der schmackhafte Wurzelsaft in Lakritze ist etwa 50 mal so süß wie Rohrzucker und für die Herstellung vieler Lakritzspezialitäten unverzichtbar.

Aber der besondere Süssstoff in Lakritze schmeckt nicht nur gut, er übt auch medizinische Wirkung aus und wird schon lange in verschiedenen Kulturen eingesetzt. In der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) rangiert die Süssholzwurzel unter den zehn meist verwendeten Heilpflanzen.

Lakritz-Hasser behaupten mitunter, Lakritze sei aus Pferdeblut gemacht.

Dabei ist das natürlich Unsinn, fiese Gerüchte der Lakritzehasser! In Lakritze ist kein Pferdeblut. Der Grundstoff für Lakritze, der Süßholzsaft, wird aus der Wurzel einer wunderbaren Pflanze gewonnen, der Süßholzpflanze Glycyrrhiza glabra.